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Phantaphoto von Chris Mennel: "Ich schaue mir zu beim Klettern durchs Leben"

Die auf dieser Homepage vorgestellte Version von "Abendstimmung" ist sehr speziell. Es ging um einen Auftrag für eine Performance in einem Zimmer. Ich musste damit rechnen, allein zu agieren, als einziges lebendes Wesen. Das führte zu erheblichen Abwandlungen.

Es ist für "Abendstimmung" nicht zwingend erforderlich, ein Wesen mit vielen Bildern zu garnieren, ein zweites ins Schwarz versinken zu lassen und ein drittes mit Beschriftung zu überhäufen. Meine bevorzugten Farben Schwarz, Lila, Rot und dann meinetwegen Weiß sind beim "kompletten" Bühnenstück denkbar als Kleiderfarben von Kopf bis Fuß bei den Darstellern. Und wenn ein anderer Regisseur die vier Akteure nochmals sehr anderes gestaltet, sie zum Beispiel beim Sprechen in Licht und bewegte Filmbilder taucht - nur zu.

Hier aber nun die Sonderversion für einen Menschen und drei mit technischer Hilfe sprechende Puppen - speziell und darin, wie ich meine, mit Bildern / Worten / Nullsignalen auf eng passende Weise nach meinen Vorschlägen ausgestattet. Ich lasse diese Version im Netz, neben der allgemeineren Version, mit der ich "Abendstimmung" auf wort.land bewerbe. Die Version hier gefällt mir. Es ist die "Kammerversion", die mir nie eingefallen wäre ohne den konkreten Auftrag "Agiere mit diesem inhaltlichen Material in einem Zimmer". Mehr als in eine Kammer hinein schrumpfen kann "Abendstimmung" nicht.
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Am anderen Ende der Möglichkeiten sehe ich einer Version entgegen, bei der jede Bühne mit jeweils einem Sprecher von der nächsten Bühne zwanzig Meter entfernt liegt.

Große Chancen für die Texte auf größerer Bühne sehe ich darin, dass um einen jeden Darsteller Filme wabern - Filme in kennzeichnenden Farben pro Darsteller, mit Inhalten, die teils den Lebensbogen anreißen, die Welt und Weltall tangieren, und die in kräftiger Menge dann auch abstrakt sind. Ich muss von solchen Filmen nicht abstrakt reden - ich habe sie gedreht, in vielen zunächst zweckfreien Momenten - zuschauende, langdauernde, und oft, wie passend, melancholische Filme.

So platziere ich "Abendstimmung" als Bühnenstück, das in Film einbettbar ist, letztendlich und mit Vergnügen hinüber zu meinem Medientempel, zur schwarzen Halle voller Filme, zu Hyperkino.