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Abschied: Die Skulptur

Seit 1993 bitte ich Menschen, sich aus ihrem Leben zu verabschieden. Sie dürfen sich vorstellen, dass der Film, den ich von diesem Abschied drehe, in ihren Grabstein eingebaut wird. Natürlich wünsche ich allen, die da einen Film drehen, in dem sie Abschied nehmen, noch ein langes Leben. Doch mal spontan, mal nach wochenlanger Überlegung hilft es eben manchen, regt es andere an, ihre "letzten Worte" zu sprechen oder zu zeigen. Und ich frage ja nicht jeden. Es sind bis 2015 fünfzehn Abschiede zusammengekommen.

Ich handhabe diese Abschiedsfilme teil-privat. Sie gehören nach meinem Gefühl nicht ins Internet und in kein Kino. Natürlich hat der Gefilmte das Recht, seinen Film in einem eigenen Mahnmal zu zeigen. In den USA (mal wieder) gibt es das als gewerbliches Angebot. Von meiner Seite aus möchte ich gelegentlich in Kunstausstellungen die Geister, die ich da rief und die "Adieu" sagten, zum Leben erwecken.

Unten sind zwei meiner Entwürfe für ein "Mahnmal des Abschieds". Schon zwanzig Jahre vor der heutigen Handy-Film-Zeit drehte ich die Abschieds-Filme als Besonderheit senkrecht. Diese Entwürfe sind noch für große wetterstabile Analog-Monitore gedacht. Der Einbau heute, mit Flachbildschirm und kleinem Datenspeicher, ist einfacher. Neben raumfüllenden sind nun auch flache Skulpturen möglich, im preiswerten Fall aus Holz oder Kunststoff, im edlen Fall aus Stein.

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