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... und ein paar Notizen:

"Köpfe" sind hier das Thema, für drei Darsteller in einer Dreifachprojektion. Als ich hörte, dass ich riesige 25 Minuten mit nichts als drei Köpfen filmisch bedienen sollte, stieg ich genussvoll ein ins volle Ausreizen dieses Themas. Etwa die Hälfte meiner Ideen wurde an einem Drehtag gedreht: Erster Darsteller ab 10 h, eine gewisse Überschneidungszeit lang bitte zwei Darsteller, und mögen wir fertig sein um 18 h. Wir waren es: Um 17.58 h fiel die letzte Klappe am Samstag den 14.12.2013.

Dieser eine Drehtag reichte für all das hier. Die zweite Hälfte meiner Ideen für einen Köpfe-Film wartet durchaus noch in der Schublade. Da geht es um eine Fortsetzung des Konzeptes meiner ersten Full-HD-Dreifach-Projektion von 2012 "Die fünf Elemente": Die Köpfe versinkend in Erde, durchweht von Luft, nah am Wasser, schließlich am Feuer, und als fünftes elektronisch vergeistigt.

   
"Was im Kopf steckt" ist mein allgemeiner Titel zu den Filmen. Gedreht wurden sie zunächst für Aufführungen zweier Stücke "Aventures" und "Nouvelles Aventures" von György Ligeti 2014. Intern habe ich eigene Musik komponiert. Aber solange Youtube die Ligeti-Version akzeptiert, entlaste ich meinen Webserver und zeige die öffentlich bereitstehenden 73 Minuten Film.

Während meiner Dreharbeiten gab es ein Gespräch mit dem Zuständigen für die Aufführung "Aventures". Pur aus der Partitur heraus meinte er, das Werk sei nihilistisch - ja, sage ich. Aber weiter: Das Werk ende bezüglich Beziehungen zwischen Menschen im Nichts. Aus dieser Sichtweise heraus hatten wir bereits das Beisammensein zweier Köpfe im gleichen Filmbild erstellt: sie treffen sich nicht.

Nein, sage ich. Die Menschen und Instrumente treffen sich in "Aventures" mit viel Streit und wenig launischem Frieden. Aber der Streit kreist um Nichtiges. Die Menschen koordinieren sich sogar beim Streiten.

"Aventures" ist der akustische und theatralische Splitter einer modernen, ziemlich abgehobenen Gesellschaft. "Aventures" ist ein destruktiver Spaß, aber nicht destruktiv. Ich nehme es als Botschaft, die herauszudeuten vermag aus dem Zerstören des Umgangs mit klassischen Musikinstrumenten und klassischem Gesangsstil.