Jod

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Jod ist bei Zimmertemperatur ein Feststoff. Jod ist ein Element im Periodensystem, ein Halogen. Es zeigt chemische Verwandtschaft zum flüssigen Brom und zu den gasförmigen Elementen Chlor und Fluor.

Jod kann sublimieren. Das heißt, aus dem Feststoff steigt bei Erhitzen Jodgas auf, und es gibt keine flüssige Phase dazwischen. Wenn Raureif auf Gräsern liegt am Morgen und plötzlich die Sonne darauf schein, kann man manchmal auch Wasser sublimieren sehen - also aus dem Reif steigt dann Nebel auf.

Jod sublimiert bereits, wenn wir es knutschen. Unsere Körpertemperatur reicht aus, um es sublimieren zu lassen. Jod ist aber eine aggressive Chemikalie. Also schieben wir Glas zwischen das Jod und unsere Hand: Das Jod wird in einen Rundkolben gegeben.

Jod hat eine lila Farbe. Im festen Zustand ist es noch schwarzlila, aber als Gas ist es dann schön violett. Wenn man ein Bröckchen Jod unten im Rundkolben sublimieren lässt, so schlägt es sich weiter oben im Kalten Bereich in glitzernden kleinen Jodkristallen wieder nieder: Jod resublimiert bei Temperaturen unter 30 Grad.

Jodgas ist gut zu erkennen an seiner lila Farbe, und es entsteht aus festem Jod bei Temperaturen oberhalb von 30 Grad... das halten wir in Erinnerung und mischen jetzt Jod mit der Menge Zink, die rechnerisch 1:1 miteinander reagieren würde.

Das Zink liegt schon als feines Pulver ("Zinkstaub") vor. Feine Pulver reagieren schneller und gründlicher miteinander als grobe Körner, weil der Oberflächenkontakt zwischen den Stoffen hundertmal und mehr größer ist. Das Jod wird im Mörser feingerieben.

Wir vermischen Zink- und Jodpulver nun im Mörser. Dabei darf kein Wasser ins Gemisch gelangen (nicht reden mit dem Mund über dem Mörser), und das Verrühren darf auch nicht zu Hitze führen. Bleibt das Gemisch zu lange an normaler Zimmerluft, reagiert es ebenfalls bald still und heimlich miteinander.

Wir häufen das frische Gemisch in einer Glasschale zu einem Kegel. Auf die Kegelspitze geben wir einen Tropfen Wasser. Der Rest wird hier nicht verraten.

Abschließend zeigt der Film den klassischen Nachweis von Stärke, das ist ein Kohlenhydrat, das ist der Energie-Speicher-Stoff der Pflanze, der aus Zucker aufgebaut wurde. Wo die gelbliche Jod/Kaliumiodid-Lösung auf Stärke trifft, färbt sie sich lila.
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