Raketen
  

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Freilandversuch: Fontänen und Raketen

Samirah: Mentos reagieren mit Cola

Verschmutzungsgefahr: Bei diesem Versuch kann man mit Cola bespritzt werden. Es liegen zwei Overalls bereit.

Üben Sie das Handwerk vorher mit einer trockenen leeren Flasche. Also durchbohren Sie den Deckel der leeren Flasche, lassen Sie die Mentos hineinfallen. Aber holen Sie die Mentos dann wieder raus und nutzen sie für den Show-Versuch.

Im Film rechts wird alles richtig gemacht:

1. Die Cola Light ist besser zimmerwarm als kalt. "Cola Light" enthält den Süßstoff "Aspartam" statt Zucker - das führt zu etwas heftigerer Reaktion.

2. Die Mentos werden schlagartig auf Wunsch zuzugeben

3. Die Volumenausdehnung des Sprudels wird in genau eine Richtung gelenkt durch ein recht kleines Loch.

Also: Overall anziehen oder es riskieren, dass man etwas feucht wird. Im Freien arbeiten. Die Colaflasche in ein Gefäß stellen, dass einen Teil der überlaufenden Flüssigkeit auffängt. Das Umfeld der Colaflasche sollte z.B. eine Wiese sein, der die Flüssigkeit egal ist.

Den Deckel der Colaflasche mit einem etwa 4 mm großen Loch durchbohren. 5 Mentos durchbohren. An einer Schnur als Kette hintereinander befestigen. Die Mentos an ihrer Schnur von unten am Deckel der Colaflasche befestigen, indem die Schnur oben mit etwas Tesafilm befestigt ist.

Wenn das soweit klar ist - Tesafilm abreißen, so dass die Mentos an ihrer Schnur in die Cola Light fallen, und die Flucht ergreifen.

 

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Noch ein Versuch mit Cola - bei dem man noch näher dran ist an der Sauerei: Cola startet aus der Hand wie eine Rakete.

Man kann Gas-Nachfüll-Kartuschen für Feuerzeuge kaufen. Die haben wir nicht. Aber vielleicht können wir etwas Butangas aus einem nicht angezündeten Gasbrenner in eine Cola-Flasche geben (auch hier wieder testhalber erst mal eine Flasche mit perlendem Sprudel nehmen). Es scheint zu genügen, die Flasche umzudrehen - und sie düst davon. Overall tragen!

 

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Giovanni: Nun ein Versuch, der mit Brennstoff statt Gasdruck arbeitet. Wir verbrauchen nun nicht weiter trinkbares Getränk, sondern Alkohol oder - da wird es aber gefährlich - einige Tropfen Benzin. Insgesamt wird hier die Sprudelflasche zur Brennstoff-Rakete.

Tragen Sie eine Schutzbrille. Tragen Sie einen Schutzhandschuh an der Hand, mit der Sie die "Rakete" zünden.

Zunächst muss eine Startrampe gefunden werden, bei der die Flasche mit der Öffnung nach unten halb schräg oder auch senkrecht stabil steht, aber nach vorne losfliegen kann. Und unten an der Flaschenöffnung muss man Zugang haben, um das Gas im Inneren zu zünden.

In einer leeren trockenen Sprudelflasche wird eine kleine Menge Brennspiritus zum Verdunsten gebracht. Dabei sollte die Sprudelflasche mit ihrem normalen Schraubverschluss verschlossen sein. Bei der nun mit Treibstoff-Gas-Gemisch gefüllten Sprudelflasche, wenn sie auf einer Startrampe liegt, wird der Verschluss weggenommen. Mit einem Gasanzünder oder einem Glimmspan wird gezündet.

Es lässt sich testen, ob mit einem Stopfen, der durchbohrt ist, also mit einer kleineren Gas-Austritts-Öffnung, die Rakete besser fliegt.

Probieren Sie das aus, bevor Sie es als Show-Versuch machen. Wagen Sie auch einmal mit 5 Tropfen Leichtbenzin den Raketenstart - da besser ohne Stopfen.

 

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Beim Gang durch den Stuttgarter Messeherbst 2015 gelangte ich zu einem Stand, der Raketen verkaufte. Der Verkäufer bezeichnete sich als Inhaber eines Rekordtitels beim Fliegenlassen selbstgebauter Raketen. Er verkaufte mir für 70 Euro eine Einsteiger-Satz an Wasser- und Treibstoff-Raketen. Er gab mit einige Tipps auf den Weg, die ich rechts wiedergebe.

Nunmehr gilt: Aufbauen, nachdenken, probieren. Trockenes windfreies Wetter sind erforderlich für dieses schon recht realistische Experiment.

 

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