Chris   Mennel
KUNST

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Lasst uns gemeinsam einen Schlager singen:

Weine nicht, wenn das Haus schräg steht, dam dam ...

Weil gerade dann die Kunst gut geht, dam dam ...

  
Kannst du mich einmal nicht verstehn, dam dam ...

darfst du mit mir ein Glas trinken gehn, dam dam ...
  

Nimm den goldenen Schein von mir, dam dam ...

bin ich tot, dann sagt er dir, dam dam ...

Refrain:  

Galerist und Journalist
bauen oftmals großen Mist

und der allergrößte Scheiß
bekommt den Künstlerpreis

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Der Schwachsinnsanteil dieser Zeilen zitiert das Tralala des Schlagertextes "Marmor, Stein und Eisen bricht", den wir aber trotzdem mögen, nicht wahr. Laut und vor allem spiegeln die Verslein kurz und banal die Neigung zum Nonsense beim Gerede über Kunst - das Haus schräg, der goldene Schein - das ist mehr Klappern als Sein.

Der Schwachsinnstext ist also Zuträger zum Refrain, der sich für Biertische einer Kunstmesse anbietet und für nicht prämierte Künstler, die meinen, ihr Werk wäre doch preis-wert gewesen. Ich sehe mich da seitlich: Einerseits nein, preis-wert muss ich nicht sein, andererseits ja, der Kunstmarkt prämiert abschreckend viel Scheiße.