Chris   Mennel
KUNST

Digitalkunst
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Heute erfunden, morgen zerschunden

   
Die Entwicklung der modernen Kunst seit 1970 spaltet sich auf

1. in einen teuren Bluff - das was die Galerien zu verkaufen versuchen, was den Kritikern zum Fraß vorgeworfen wird und was dem Volk, mit viel Sekundärverstärkung garniert, gezeigt wird

2. in Piratenkunst. Seit 1980 findet eine umfangreiche Weiterentwicklung der Kunst illegal statt, z.B. auf Mauern (Graffiti), bei auf Samples beruhender Musik, oder als Montage von bestehendem Filmmaterial (VJ-Filme und found footage).

3. in Digitalkunst. Das, was am Computer geschaffen und als Datei gespeichert wird, mag durchaus einen originalen Urheber haben. Aber die Piraten warten. Alles, was digital vorliegt, ist kopierbar.

Wer am übelsten kopiert, sind die Nicht-Künstler. Ich rede von den Werbefirmen. Was Künstler in den Inhalten Kopierbares herstellten seit 1970, das gelangte, soweit es gut war, in eine ramschige Verwertungsmachinerie. Was heutzutage kreativ beginnt, ist ein Jahr später schon dekorativ missbraucht.
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Der Avatar "Tanz Boa" betrachtet großformatige "Mondrians" in "Second Life"

Schrägerweise haben die Künstler einige technische Hammer-Angebote für ihre Kunst dadurch nur kurz hochgehoben und wieder wie heiße Kartoffeln fallengelassen. Im kommerziell schnell plattgewalzten und modisch rasch vergessenen Terrain der Erstellung von Fraktalen, Mosaikbildern und Stereogrammen sehe ich drei fantastische Techniken! Und auch Bildschirmschoner brauchen ein Museum: Bei mir haben sie es auf einem separaten "Kunstcomputer" - von der Idee her seit 1998; die Realisation dauerte bis 2011. 

In der Anfangsphase der Fraktale habe ich mich in diesem süßen Dekorationen des Unendlichen verloren. Jaja, ich weiß, später wurden die Erstellungsprogramme von Fraktalen fantastisch ausgebaut. Aber da war der Kunstnomade schon wieder weitergewandert. 

Mosaikbilder und Stereogramme liegen bei mir in der "Rentenschublade": "Wenn ich je in Rente gehe, befasse ich mich damit :-)" Hierzu gibt es derzeit gibt es nur eine Unterseite, die das Stereogramm "Haifisch" feiert.

Bei einzelnen Spezialprogrammen zum Erstellen von Digitalkunst hatte ich jedoch den Eindruck: "Wenn du diese Programme nicht jetzt knutschst, tut es keiner". Erschöpfend bearbeitete ich die Mondrians, setzte einen im Internet angebotene Schmelztiegel für Webcam-Aufnahmen fort bis zu webcam modulations und kämpfte mich durch Stempel-Collagen, bis Victory gewonnen war.

Von der verwendeten Technik her gehören die auf dieser Seite vorgestellten Werke ins Museum "Augenweiden". Weil ich hier jedoch, zum Teil mit eigenen Kampfbeiträgen, an einer persönlichen Theorie der Kunstgeschichte seit etwa 1965 (psychodelische Bilder) arbeite, sind mir "vom Kommerz verwurstete aber eigentlich geniale Computerkunstsektoren" diese Sonderseite wert.