Chris   Mennel
KUNST

Quarell
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Gemalt habe ich nur                    vor dem Abitur:
Quarell - Malerei rund um die Uhr

   
Bis Mitte meines achtzehnten Lebensjahres
  malte ich gefühlte 300 Aquarelle im Format der großen Schulblocks, DIN A 3. Zuhause und in den Schulferien kamen vielleicht 200 kleinere und einige größere Formate hinzu. Diese Malphase war das erste, aber nicht das einzige Mal, wo ich mit äußerer Förderung - beim Malen war es der Kunstlehrer - einen Sektor der Kunst in meinem Sinne ausschöpfte. Klar könnte es weitergehen - aber bitte nur mit einer gründlichen Schulung im malenden Wiedergeben von Körpern in Licht und Schatten, von wirklichkeitsnahen Landschaften, und vermutlich auch zum Thema Perspektive. Das alles unterließ ich, denn die nächste Pionierwelt klopfte schon an die Tür. Heraus wankte ich aus dem Abitur, und verlor des Malens Spur.

Was nun tun? Ich lass diesen frühen einen Schwung meines Malens nicht ruhn. Ein Museum will ich ihm schenken, das durch Arrangement und Präsentation diese simple Themen abstrahierende, sich im Fluss des Pinselstrichs als konkretem Thema verlierende Welt wachhält, die dem professionellen Bild- Konsumenten erst kaum auffällt, bis er, nach vielleicht zwanzig Bildern, hineinfällt.

mir - Tür - Abitur - Spur - tun- ruhn - Welt - wachhält - fällt... nach soviel in Prosa versteckten Reimen kann wer will die Quarell-Domain besuchen.
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Oft sprechen die Aquarelle, gemalt bis zum achzehnten Lebensjahr, schon die gleiche visuelle Sprache wie z.B. zwanzig Jahre später am Computer verfremdete Fotos von Chris. Hier: Aquarell "Heimfahrt am Abend"