Bis Mitte meines achtzehnten Lebensjahres
malte ich gefühlte 300 Aquarelle im
Format der großen Schulblocks, DIN A 3. Zuhause und in den
Schulferien kamen vielleicht 200 kleinere und einige größere Formate hinzu.
Diese Malphase war das erste, aber nicht das einzige Mal, wo ich mit äußerer
Förderung - beim Malen war es der Kunstlehrer - einen Sektor der Kunst in
meinem Sinne ausschöpfte.
Klar könnte es weitergehen - aber bitte nur mit einer gründlichen Schulung
im malenden Wiedergeben von Körpern in Licht und Schatten, von
wirklichkeitsnahen Landschaften, und vermutlich auch zum Thema Perspektive.
Das alles unterließ ich, denn die nächste Pionierwelt klopfte schon an
die Tür. Heraus wankte ich aus dem Abitur, und verlor des Malens Spur.
Was nun tun? Ich lass
diesen frühen einen Schwung meines Malens nicht ruhn. Ein Museum will
ich ihm schenken, das durch Arrangement und Präsentation diese simple
Themen abstrahierende, sich im Fluss des Pinselstrichs als konkretem Thema
verlierende Welt wachhält, die dem professionellen Bild- Konsumenten erst
kaum auffällt, bis er, nach vielleicht zwanzig Bildern, hineinfällt.
mir - Tür -
Abitur - Spur - tun- ruhn - Welt - wachhält -
fällt... nach soviel in Prosa versteckten Reimen kann wer will die Quarell-Domain
besuchen.
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 Oft
sprechen die Aquarelle, gemalt bis zum achzehnten Lebensjahr, schon die
gleiche visuelle Sprache wie z.B. zwanzig Jahre später am Computer
verfremdete Fotos von Chris. Hier: Aquarell "Heimfahrt am
Abend" |