In
"Augenweiden" sind Gemälde das Ziel. In "Visionum" ist es die Grafik. Die
Mehrheit der "Augenweiden" beruht auf Fotos, die Mehrheit in "Visionum"
beruht auf Zeichnungen. Die Bilder von "Visionum" starten in fast jedem
Fall mit zeichnerischem Handwerk, während ich in "Augenweiden"
zunächst nicht mit der
Hand male.
Dankbar nutze ich auch in "Visionum"
die Aufarbeitung im Computer. Denn ich habe sehr roh gezeichnet - verbieten
wollten mir die Schullehrer das durchgehende Malen im Unterricht,
befremdet hat es die Gruppen nach der Schulzeit, wenn ich während der
Gespräche, die sie so ganz in Anspruch nahmen, zugleich noch zeichnete.
Ich tarnte also die Grafikmalerei
als
"Mitschreiben", nutzte zumeist nur den Kugelschreiber. Und sitze nun,
befreit von Schulzeit und Gesprächsrunden, vor tausenden von rohen Skizzen. Ihre
explosive Ideenwelt, surrealen Welteindrücke und abstrakte
Gedankenverlorenheit motivieren mich, sie nicht in den Mülleimer zu
werfen. Willkommen zu Bildern, die nicht hatten sein dürfen, als ich sie
malte, und die jetzt in "Visionum" strahlen dürfen.
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