Boot
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Wenn man einmal drei Bilder nebeneinander auf sich hat wirken lassen, erzeugt der Rückfall zu nur einer Leinwand Entzugserscheinungen. Entsprechend eröffnet die Dreifachprojektion "Vom Wasser zum Feuer" nur am Anfang eine Weile mit einer Leinwand und hört dann nicht mehr auf, dreifach zu sein.

Die Eröffnung der Show mit nur einer Leinwand, bevor die Trilogie startet, lässt sich hier im Internet nachvollziehen: Klicke zunächst auf den Film in der Mitte. Wenn nach 2´36 Minuten das Boot unter einer Brücke hindurchfährt, Radfahrer zu sehen sind und die Sonne in die Kamera schießt, klicke auch den linken Film mit dem linken Ruder und den rechten Film mit dem rechten Ruder dazu.

Die Wassertrilogie ist hier in voller 8-Minuten-Länge gezeigt. So wird sie zum Ambient-Ereignis, zum Hintergrund-Film. Bei der Frontal-Show ist die Wasserfahrt auf 5 Minuten gekürzt: Einsteigen, kürzer rudern und ankommen. Hier im Internet gibt es keine Musikbeilage, weil Youtube das allzuoft sperrt. Naturton pur nun also, wo sonst spätestens bei 4´20 min behutsam Musik einsetzt.

Damit Auge und Hirn klarkommen mit drei Filmbildern zugleich, dürfen diese keine konzentrierte Story zeigen. Der gemächlich zuschauende Film hingegen, bei dem das US-Action-trainierte Filmkonsumenten-Hirn üblicherweise leerläuft, passt wunderbar, wenn man als Zuschauer hin- und herpendeln darf zwischen drei Sichtweisen im gleichen Moment.

Wir befinden uns hier auf dem Flüsschen Enz und rudern zu viert im Kajak. Wie im Titel "Vom Wasser zum Feuer" angekündigt, beginnen wir mit der flüssigen Welt, genießen das Fließen, Plätschern und Gurgeln.

Der Clou: Die Kamera ist unterwasserfest. Der Film feiert Sichtweisen des Krokodils. Er geht über das hinaus, was man normalerweise bei einer Kajakfahrt erblickt und erlebt. Der mittlere Film hört mit dem Tauchen gar nicht mehr auf - erst in der zehnten Minute taucht aus den Fluten das Wasserwehr auf, das unsere Reise beendet.