Fließband
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"Das fünfte Element" heißt ein Kinofilm. Er war sehr erfolgreich, aber mal im Vertrauen: Man hat da Ideen zusammengeklaut und so bombastisch herausgebracht, dass Vorangehendes an die Wand gedrückt wird. Ein "Fünftes Element" taucht z.B. schon in einer Science-Fiction-Story der Sechziger auf.

Bei der Titelwahl kollidierte das Projekt "Vom Wasser zum Feuer" mit den trivialen Inhalten, die derzeit durch dem Film "Das fünfte Element" ins Spiel gebracht werden. In der Dreifachprojektion hier werden einerseits die klassischen abendländischen "vier Elemente" durchwandert - Wasser, Luft, Erde, Feuer. Als fünftes kommt andererseits das "promethische Element" dazu: Das, was der Mensch aus den Naturkräften macht. Also hätte sich der Titel "Fünf Elemente" angeboten.

Gibt man aber "Fünf Elemente" in die Suchmaschine ein, kommt neben dem US-Film überdies die chinesische Elemente-Einteilung, ohne Luft, aber mit Holz und Metall dabei, zum Zuge. Kurzum: Es musste beim Titel der Dreifachprojektion allgemeiner getextet werden ("Vom Wasser zum Feuer"), und bei den Zusatzkommentaren genauer nachgedacht werden über die Botschaften der Dreifachprojektion, als es dem anfänglichen,  rustikalen Projekt "Fünf Elemente" in die Wiege gelegt war.

So entsteht Kunst :-) Wie kam es denn zu dieser umfangreichen Wanderung "Wir gleiten über das Wasser, wir erheben uns in die Luft, wir ernten, wir bestaunen die Technik und gehen in die feurige Schmiede"?

Da gab es die Anfrage der Winzergenossenschaft Rosswag-Mühlhausen: "Könnt ihr uns dokumentieren?". Gefragt wurde der Uni-Film Stuttgart. So richtig Geld sollte die Dokumentation aber nicht kosten. Okay: Spendiert uns die Ballonfahrt, die Ruderparty, eine Burg und einen Schmied - dann bleibt der Geldbetrag erschwinglich.

Den Leitfaden aller Filme mit dem Durchqueren von fünf Elementen ließ sich dann Chris Mennel einfallen. Und auch die Dreifachprojektion ist sein Ding. Er hat nämlich Jugenderinnerungen an die große Zeit der Dia-Shows. Das sind vorübergehend in der Medienwelt an den Rand gedrängte Reiseberichte mit - ja was wohl - Mehrfachprojektionen. Indem jetzt hochauflösender HD-Film (= "High Density, hohe Bildpunktdichte") dem Volke zugänglich wird, betreibt Chris Pionierarbeit und nutzt die Fast-Dia-Auflösung der HD-Bilder für eine bewegte Film-Dreifachprojektionen. Voila, nous sommes ici!

Die drei Filme nun genau auf dieser Seite befassen sich mit Technik, mit dem Charme und dem Drama des Fließbands, mit mechanischen Klängen, und das alles an einem Strang des Produzierens und Konsumierens: Es geht um den Weg des Weins vom Wingert bis zum Magen..


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"Du Flasche" kann man ja zu manchen Menschen sagen. Bei diesem Film hier werden Flaschen gefilmt und Menschen angesprochen:

... noch eine Nummer härter: "Helter Kelter" - 10 Minuten Maschinenmusik. Bei der Live-Vertonung des Films kommen Techno-Rythmus und ein Synthesizer hinzu.

Der dritte Film im Bunde dreht mit Prokofjew seine Runde:

Wie wir diese drei Filme in der Dreifachprojektion zueinander in Beziehung setzen, ist verschieden: Bei Musik von der Konserve ist der Prokofjew dran, bei live-Vertonung kommt das Flaschen-Gedicht, umgeben von klirrendem brausendem Technik-Klang, zum Vortrag.