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Hier auf den Unterseiten werden Schritte des Malvorgangs in Einzelfotos haarklein gezeigt. Die Fotos stammen aus der Filmdokumentation des Malvorgangs. Es geht hier erstmalig und vielleicht einmalig um ein genaues Sezieren des Ablaufs einer meiner künstlerischen Handlungen.

 In der Bilanz dürfte der Wunsch wachsen: Mach es pauschaler. Mach es egaler. Ja klar, mache ich, nachdem hier einmal Detailarbeit zugange war.

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Kann spontan gesprochener Text einem geschriebenen Text das Wasser reichen? In der Wahl der Worte, in der Präzision nicht. In der Wahl der Themen und manchmal in der Mitvollziehbarkeit: Ja.

Auf den Unterseiten hier stelle ich den Fotoreihen geschriebene Texte voran - und es sind die einzigen geschriebenen Kommentare zu meiner Malaktion. Sie sind spürbar anders als das Gesprochene - mehr Schachtelsätze, speziell gewählte Einstiege und eine Orientierung am handwerklichen Ablauf der Aktion.

Solange ich nicht auf externe Medienvertreter zugehe, die sich dann mit mir unterhalten, wird bei mir der geschriebene Text überwiegen. Immerhin aber habe ich nun, 2016, auch beim gesprochenen Wort schon mal das Terrain erkundet oder sogar bereits aus meiner Sicht erschlossen.

Die umfangreichste Aktion, bei der ich kommentierend spreche statt schreibe, ist auf dieser Homepage dokumentiert. Den Impuls dazu gab mir eine Recherche, was bitte "Pecha Kucha" sei. Ich erfuhr, dass es eine 2016 schon wieder aus der Mode kommende "Zwangsjacke" ist, die bei Präsentationen seit 2003 die Redner zur Knappheit zwingen möchte: 20 Bilder dürft ihr zeigen, 20 Sekunden sollt ihr zu jedem Bild reden - und dann schweigen.

Ich legte 20 Objekte zurecht und dokumentierte mit der Filmkamera deren Bemalung. Dabei redete ich schon mal spontan während des Malens - und stellte fest: Der Typ lallt. Das sind amüsant unterbewusste Textblasen, die mein tendenziell nicht redend funktionierendes Malen begleiten.

Okay, also bewegte ich mich Richtung "Pecha Kucha" und besprach Foto-Schnappschüsse des Malvorgangs und seiner Ergebnisse. Im Zwischenfeld zwischen Film und Foto brachte ich dabei weitere Filme und zugehörige Reden, gar einen Gesang, zuwege.

Das schaukelte sich hoch zu elf stolzen Filmen, die aus nichts weiter als einem Mal-Projekt hervorsprossen, die sich in die mit spontanem Sprechen von mir erreichbaren Nuancen des Malbegleitens, Interpretierens und Abschweifens ergossen. Ich erwarte nicht, dass Besucher sich den ganzen offerierten eineinhalbstündigen Filmabend am Stück ansehen.

Ich kokettiere aber damit, dass hier schon ein Pendant zum Film "Le Mystère Picasso" von Henri-Georges Clouzot von 1956 von mir in die Welt geworfen wurde. Wenn da auf http://www.moviepilot.de/movies/picasso zu lesen ist: "Der Meister malt und übermalt vor laufender Kamera 20 Kunstwerke, von spielerischen schwarz-weiß Zeichnungen bis zu farbenfrohen Wandgemälden entstehen Bilder", dann lache ich: Ja, ja, der Meister! Und klopfe mit meinen zwanzig flott verfilmten Werkentstehungen dem Pablo auf die Schulter.