Vorwort
Gebäude
zu Fuß
Toledo
Innen
Puppen
Busfahrt
Hotel
Senkrecht
Querbeet
Impressum

Fünf Tage in Madrid

Eine fotografische Erinnerung
 

Touristengruppe vor dem riesigen Reise-Duo Don Quijote und Sancho Pansa in Madrid

zurück zu reise.photos

Zu zweit reisen ist das Schönste, meine ich. Nur muss man dazu nicht aus Deutschland nach Madrid fahren. Zu zweit reist man in den nahegelegenen Wald, oder zu der verlassenen Wohnung eines Bekannten, der gerade eine Reise macht. Irgendwas genügt. Es sollte bequem sein, die Leute sollten deutsch reden. Zu zweit reisen heißt, sich gegenseitig in einer neuen Umgebung wiederfinden. Das kann schön und wirksam sein, steigert sich aber nicht durch stressigen Reiseaufwand.

"Stressigen Reiseaufwand" betreibe ich eigentlich nur, wenn eine Gruppe mich schubst: Leute, ich bin dabei, vorausgesetzt, der Ort ist neu für mich, zu dem wir fahren.

Nach Madrid konnte niemand mitfahren, als ich dorthin die Einladung zu einem Kongress erhielt. Die zwei Kongress-Tage wurden mir bezahlt - aber irgendwie war das doch unattraktiv: Ich soll ins Flugzeug hoppen, ins Hotel mit dem Taxi, die Tage auf dem Kongress verbringen, zurück ins Flugzeug - obwohl das Ganze in Madrid abläuft und ich diesen Ort noch nicht kenne?

Ich brachte in Erfahrung, welches Hotel man für den Kongress buchte, rief dort an und erhielt die Reservierung für weitere fünf Tage - bevor diese Tagung stattfand. Ebenso verfuhr ich mit dem Flug: Bitte fünf Tage früher, jaja, ich komme für Kosten auf, die nicht abgedeckt sind.

Zwei Tage vor dem Abflug kaufte ich mir einen Reiseführer von Madrid. Es war das erstemal, dass ich so ein Ding erwarb. Bei Gruppenausflügen hatten wir unsere "Reiseführer" ab einen Monat vor der Reise selbst zusammengestellt. Maßgeschneidert waren die. Jetzt dieses Buch war, wie befürchtet, ungeeignet für mich. Der Autor redet ständig vom Essen und Weintrinken. Mir scheint, er setzt am Abend achzig Euro um. Auch dürfte er - natürlich - die Landessprache "Spanisch" sprechen. Damit ist er aber ein Fisch im Wasser, wo ich ein Landlurch bleibe. Seine "Tipps" waren uneinholbar geldverschwenderisch und basierten auf einer Kommunikation mit den Landsleuten, die mir nicht zugänglich war.

Meine Madridfahrt bot mir nun etwas Besonderes: Keine Gruppe, keine Frau. Mein Fotoapparat, mein Laptop, meine Filmkamera und ich. Das... macht doch kaum jemand, hm? Alle reisen in Gruppen oder als Duo. Ich ja auch, bis jetzt. Aber gut, schaun wir mal. Buenos Dias, Madrid!

zurück zu reise.photos
......................................................................................................