Wort Deines Lebens  - kompaktpoetische Medienaktion von Chris Mennel seit 1982
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T2a.JPG (17270 Byte)Hinweis: auf den Wort-Bildern lässt sich herumklicken

Dies ist eine Homepage aus dem letzten Jahrtausend (1999). Es gab noch kein Youtube. Es gab noch nicht die heutigen Filmformate. Diese Homepage hat 15 kurze Filme in einem alten Format (AVI) und 56 Wortschnipsel. Sie versuchte unter der Domain www.wort-deines-lebens.de (gibt es nicht mehr) multimedial schon präsent zu sein, als das Pionierarbeit war. Ja, etwas mehr Arbeit als heute. Wenn ihr hier herumklickt und den Film sehen wollt, greift euer Betriebssystem zu Hilfsmitteln, die wir nicht vorhersagen können. Dafür sollten die Wortschnipsel flotter als einst erklingen. Noch heute (2015 schreibe ich das) gibt es Baustellen auf der Homepage ("Ping Pong"). Und im Prinzip läuft die Idee endlos. Allerdings wurde gleich 1982 ein rührender Super-8-Film gedreht, dem (auch technisch, Super 8 ist out) nichts mehr hinzuzufügen ist. Allerdings wurde das Projekt 1999 gefördert von der Jugendstiftung Baden-Württemberg, hatte da um die Jahrtausendwende seinen Schubs ins Internet, und stürzte wie all diese Förderprojekte dann ab. Beim Fördern gibt es ja zu 99 Prozent nur diese ein bis zwei Jahre, dann kommt die Pracht in die Akten.

Hier ist das jetzt etwas anders, weil ich, Chris Mennel, der Geförderte war. Ich sehe "Wort deines Lebens" als ein Medienkunstereignis, als eine soziale Skulptur, die in mein Museum "Visionum" gehört. Klar hatte sich die Aktion Richtung Sozialarbeiterdeutsch verschoben, um gefördert zu werden. Klar wurde sie als kurzer Spaß verkauft, wenn wir die Leute nach dem "Wort ihres Lebens" fragten. Dahinter aber formte sich ein Konzert: In welchen Kategorien treten die Antworten auf? In wie weit kann man bestimmte Typen von Antworten abholen, je nachdem, wo man fragt (Friedens-Demo, Rock-Konzert...)? Und weiter gab es Aufträge an Schaffenswilige, die ihre Antwort inszenierten. Es gab Formalistisches (Ping Pong) und die Meta-Ebene (hier), Surreales (der Computer antwortet) und Extremes (Latein). Es gibt diese klotzig grinsende Bezeichnung "kompaktpoetische Medienaktion", die also aus vielen Wortbeiträgen ein Gedicht zu formen wünscht. Es gibt Humor und fast schon zu viel und zu schnell Botschaft.

Und es gibt nun Nostalgie. Diese Homepage soll, sparsam aktuell moderiert, ihren historischen Zustand beibehalten. "Kinderpoesie" z.B. versammelt Designs aus einem damaligen Homepage-Baukasten - die erlebt die Welt vielleicht nur noch hier. Die Filmchen sind niedrig aufgelöst, die Menschen sind altmodisch gekleidet. Dabei funktioniert das alles schon. Man konnte auch damals bereits leben, denken, sich arrangieren und dokumentieren. Unglaublich! Ohne Handy, mit großen rumpeligen Computern des Jahres 2000, oder sogar komplett ohne Computer 1982! Alles echt hier. Hoffnungsvoll blicken 200 Menschen, die jetzt teilweise wohl schon gar nicht mehr leben, in ihre Zukunft, und sagen, mal nachdenklich und tiefgehend, mal nebenbei und leichtgewichtig, das Wort ihres Lebens.